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08 2013

Rechtskräftiges Urteil gegen die BDN-Druckerei des Bauerverlags in der Sonderwirtschaftszone Wykroty!

Am 17. Oktober 2011 hatte die Solidarność mit Unterstützung des DGB Sachsen und ver.di Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen für die Einhaltung der Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsrechte demonstriert. Dabei protestierten rund 250 Gewerkschafter vor den Werkstoren des Unternehmens in der polnischen Sonderwirtschaftszone Wykroty.

Urteil in Sache der Mitarbeiter der BDN-Druckerei in Wykroty.

Die juristische Gehenna von drei Mitarbeitern der BDN-Druckerei aus der Sonderwirtschaftszone in Wykroty ist zu Ende. Vor eineinhalb Jahren wurden die Arbeitnehmer dafür gekündigt, dass sie vor dem Werkstor mit einem Vertreter der Solidarność über die Möglichkeit der Gewerkschaftsgründung gesprochen haben. Das Gericht der ersten Instanz ordnete ihre Wiedereinstellung an. Der Arbeitgeber ging aber in Berufung, woraufhin am 15. Februar 2013 eine Verhandlung vor Gericht der zweiten Instanz stattfand. Auch in diesem Fall ist das Urteil eindeutig.

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die vorher gekündigten Mitarbeiter auf die früher bekleideten Stellen wiedereinzustellen und für alle Arbeitnehmer- und Gerichtskosten aufzukommen.

DAS URTEIL IST RECHTSKRÄFTIG UND ENDGÜLTIG.

Es ist bereits der nächste juristische Sieg der Region Jelenia Góra der NSZZ Solidarność. Vor einigen Wochen wurden Urteile auf Widereinstellung der wegen der Gewerkschaftstätigkeit gekündigten Mitarbeiter in Sachen gegen: MOPS in Kamienna Góra und TESCO in Jelenia Góra gefällt.

Niemand darf Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsrechte straflos verletzen, weil diese Rechte das Fundament des demokratischen Systems darstellen, das auf Dialog und Verständigung verschiedener sozialer Gruppen und Berufe fußt. Deshalb werden wir gegen jeden Fall der Verfolgung wegen der Aktivität bei der NSZZ Solidarność oder gegen jeden Fall der Verletzung arbeitsrechtlicher Vorschriften in Bezug auf unsere Mitglieder immer so, wie gegen die oben genannten Fälle vorgehen. Wenn die andere Partei sich keinen Dialog und keine Einigung wünscht, nutzen wir jegliche zugängliche Formen der juristischen und gewerkschaftlichen Maßnahmen.

Franciszek Kopeć
Vorsitzender
Vorstand der Region Jelenia Góra
NSZZ Solidarność

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